Josef Birrer (89)

Wohn- & Begegnungsort Violino, Zell

info@violino.ch, Tel 041 989 82 00

Auf den Beinen ist Josef Birrer nicht mehr so gut. Wer könnte es ihm verübeln – mit bald 90 Jahren gibt’s nun mal das eine oder andere körperliche Gebrechen. Er nimmt es mit Gelassenheit – und etwas Unterstützung durch den Rollator und die Pflegerin, «kei Problem!». 

 

Das Violino in Zell ist seit gut zwei Jahren sein neues Daheim. Er hat das Haus, das derzeit gerade erweitert wird, schon länger gekannt. «Meine Schwester war vor zehn Jahren schon hier.» Als es bei ihm soweit war und die körperlichen Anstrengungen zum allein Wohnen zu gross wurden, da fackelte er nicht lange. «Ich habe mich selber angemeldet!»

 

Der Entscheid war eine Erleichterung. Nicht nur für ihn persönlich, sondern auch für seine Kinder, die vorher teils rund um die Uhr zu ihm geschaut hatten. «Ich war Ihnen dafür sehr dankbar, auch weil meine Frau ja bereits vor sieben Jahren verstorben ist. Aber ich wollte nicht weiter zur Belastung werden für meine Kinder. Jetzt habe ich hier ein schönes Zimmer mit vielen Bildern und Erinnerungsstücken. Und sie kommen mich regelmässig besuchen.»

 

Über mangelnden Besuch kann sich Josef Birrer wohl wirklich nicht beklagen, hat er doch 10 Kinder, 21 Grosskinder und 4 Urgrosskinder. Natürlich vermisse er den Bauernhof, auf dem er zeitlebens gewohnt und gearbeitet hatte, manchmal. Doch eingewöhnt im Violino habe er sich schnell. «Hier werde ich sehr gut gepflegt und bin von lauter lieben Leuten umgeben. Und: Montags kommen die Jass-Frauen aus Zell auf ein Spiel vorbei – immer eine tolle Sache!» Man könne aktiv sein – aber auch seine Ruhe geniessen. «Jedem so, wie’s ihm passt. Das ist schön.»